Ruth Sauerwein zu Schulchaos nach der Verfügung des Regierungspräsidenten

Das Schulchaos in Hagen nimmt kein Ende – Diegel sei „Dank“! Was hier auf Kosten der Kinder, der Eltern und der Lehrerinnen und Lehrer durchgezogen wird, ist ungeheuerlich. Von Politik, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht, kann endgültig nicht mehr die Rede sein. Dabei waren wir in Hagen meines Erachtens nach vielen Diskussionsrunden auf einem akzeptablen Weg. Eine Schule soll geschlossen werden, dazu kommt als Sofortmaßnahme die Schließung von Pavillons. Darüber hinaus soll die Auswirkung des demografischen Wandels auf die Anmeldezahlen an Grundschulen sorgfältig beobachtet und in gemeinsamen Diskussionen von Schulen, Politik und Verwaltung sollen dann Entscheidungen gefällt werden. Aber in Wirklichkeit geht es bei den Schulschließungen am wenigsten um sinkende Schülerzahlen – wie der konkrete Abgleich an Hand einzelner Schulen gezeigt hat. In erster Linie geht es darum, 1 Million Euro auf Kosten der kleinen Hagener zu sparen – koste es, was es wolle. Das Pikante dabei: Die Landesregierung verlangt von Hagen, im Jahr 2009 vier Millionen Euro (mindestens) zu zahlen für die Einführung des gebundenen Ganztags an weiterführenden Schulen. Wer soll das alles noch verstehen?

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