Barbara Richter: Berichterstattung zum Hotelprojekt Volmepark im Artikel „Müller-Eröffnung verschoben“ vom 15.08.2007
Ganz neue Töne hören wir vom Projektentwickler des geplanten Volmepark-Hotels: Man reiße sich gar nicht um das Projekt, sondern sei von der Stadt gezielt angesprochen worden. Ich stelle fest, dass diese Aussage diametral dem widerspricht, was die Verwaltung in der ersten Vorstellung der Projektidee den Fraktionen weismachen wollte. Dort war von der bahnbrechenden Idee eines Investors die Rede, derentwegen jetzt die Umsetzung einer längst beschlossenen und auch begonnenen Ausbauplanung des Volmeparks teilweise angehalten werden müsse, um sich diese Chance nicht entgehen zu lassen.Wenn der Projektentwickler nun selbst sagt, er sei von eben dieser Verwaltung erst auf die Schiene gesetzt worden, wirft das Fragen auf:
Welcher städtische Mitarbeiter hat mit welchem Recht eine durch politischen Beschluss fest überplante Fläche als mögliches Bauland für eine komplett andersartige Nutzung einem Investor angeboten? Ist dieser Vorgang nicht eine fundamentale Missachtung demokratisch getroffener Beschlüsse durch diejenigen, die eigentlich für deren Umsetzung sorgen sollten? Eine derartige Eigenmächtigkeit subalterner Verwaltungseinheiten müsste aus meiner Sicht disziplinarische Konsequenzen haben! Eine Politik, die sich von ihrer eigenen Exekutive derart am Nasenring vorführen lässt, macht sich lächerlich.
Nicht genug muss darauf hingewiesen werden, dass für den Hotelneubau eine Spielfläche für Kinder und Jugendliche geopfert werden müsste, für die es keinerlei Ausweichfläche gibt. Seit Jahren kämpft der Kinder- und Jugendrat der Stadt Hagen für eine solche Fläche. Endlich hat es eine politische Entscheidung zugunsten dieses Anliegens gegeben. Wenn nun also dem politischen Nachwuchs signalisiert wird, dass bei der erst besten Gelegenheit ihre Fläche geopfert wird, wenn selbstherrliche Verwaltungskräfte, desillusioniert das nicht nur in einem unvertretbaren Maße, sondern stellt demokratisch herbeigeführte Beschlüsse ad absurdum.
Barbara Richter
Fraktionsvorsitzende d. Bezirksvertretung Hagen-Mitte und
Kreisverbandssprecherin der Hagener GRÜNEN









