15.05.2009: Benedikta Buddeberg zum Bahnhofsumfeld in Hohenlimburg

Der Bahnhofsbereich in Hohenlimburg soll neu gestaltet werden. Zwei Modelle wurden vorgestellt, es gab ein eindeutiges Votum der Bezirksvertretung. Bürger meldeten sich zu Wort und auch Herr Bremshey kommentierte entsprechend.

 

Was fällt den Verantwortlichen der Stadt in so einem eindeutigen Fall wohl ein, dass sie diese Äußerungen des Bürgerwillens mit einem Zug vom Tisch wischen wollen? Welche Interessen mögen dahinter stecken, wenn das abgelehnte Modell trotz allem bevorzugt werden soll? Fakt ist doch, dass einstmals ein Parkhaus gegen den ausgesprochenen Bürgerwillen vor den Bahnhof in Hohenlimburg gebaut wurde. Der jahrzehntelange Protest dagegen stellte sich so dar, dass diese Hagener Errungenschaft von den Hohenlimburgern nie genutzt wurde. Selbst kostenloses Parken wurde nicht angenommen.

Nun bietet sich bei der Umstrukturierung die Chance, den damaligen Fehler zu revidieren und eine andere Lösung zu wählen, als das ungeliebte Gebäude mit Glasfronten zu verhübschen. Kaum anzunehmen, dass diese Lösung Begeisterung auslöst. Wenn damit auch noch, wie geplant, verbunden ist, den Busbahnhof in zwei Regionen aufzuteilen, wird die Stimmung endgültig unter den Nullpunkt sinken.

Die Hohenlimburger Bürger bevorzugen ein Modell, das den Busbahnhof als Einheit erhält, das sich statt des Parkhausklotzes sanft in die Landschaft schmiegt und das endlich wieder einen Blick auf die dem Bahnhof gegenüberliegenden grünen Höhen zulässt. Für die gewünschte Ansielung neuen Handels stehen in der Herrenstraße und in der Freiheitstraße genügend Ladenlokale zur Verfügung. Das ist für jedermann offensichtlich.

Der Rat sollte sich davor hüten, erneut gegen den ausgesprochenen Bürgerwillen zu entscheiden. Gerade im Superwahljahr kann das eigentlich nur Politikverdrossenheit fördern.

 

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken &handeln! Willst du auch an der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: