14.05.2009: Benedikta Buddeberg: Ehrenamt hinderlich beim Arbeitslosengeld
Verfasst von KV-Hagen am 14. Mai 2009 - 11:25.
In der von den Medien ausgerufenen „Woche des Ehrenamts“ mit Prominenten auf Plakatwänden, ist dieser Artikel besonders bemerkenswert. Was erwartet man denn von Arbeitssuchenden in der heutigen Zeit? Sollten sie nicht verantwortungsbewusst, arbeitsbereit, zuverlässig und teamfähig sein? Solche Kompetenzen werden im Ehrenamt gefordert. Mit dem Innehaben eines Ehrenamts stellt der Einzelne sogar unter Beweis, dass er nicht nur willig, sondern auch in der Lage ist, seine Fähigkeiten zielorientiert und Gewinn bringend für die Gesellschaft einzusetzen. Eigentlich sollte man meinen, dass potentielle Arbeitgeber sich nach solchen Menschen reißen. Wie der Bericht der Rundschau belegt, ist aber das Gegenteil der Fall: Der Arbeitsuchende soll „werktäglich per Briefpost“ erreichbar sei. In Zeiten des Mobilfunks eine witzige Formulierung. Auch ist es verwunderlich, dass bei dieser Regelung die scheinbar unzähligen freien Stellen berücksichtigt werden, die sofort zu besetzen sind. Dass man für den Arbeitsvermittler erreichbar sein sollte, versteht sich für die meisten Kunden der ARGE von selbst. Dass man im Falle eines akuten Stellenangebots auch mal sein Ehrenamt für ein paar Stunden Bewerbungsgespräch ruhen lassen wird, ebenso. Hier wiehert der Amtsschimmel und enthält entweder dem Arbeitsmarkt fähige Leute vor oder, was auch nicht besser ist, der Gesellschaft wertvolle Ehrenamtliche. Außerdem werden Menschen, die sich deutlich engagieren, die Rede war von mindestens 15 Stunden wöchentlich, dafür bestraft. Die Schildbürger hätten sich das nicht besser ausdenken können. Man könnte darüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre!









