Jürgen Klippert zum Artikel „Dinslakens Kämmerer Jörg Dehm gilt als harter Sanierer“ in der Westfalenpost Hagen vom 28.10.2008

Von hellseherischen Fähigkeiten überrascht

Die Entscheidung der Basis nicht vorwegnehmen

Mich überrascht die Westfalenpost-Aussage, die Hagener Grünen würden auf einen eigenen Kandidaten bzw. eine eigene Kandidatin verzichten, wenn sich der CDU-Kandidat als für die Grünen wählbar erweise.

Offenbar weiß Herr Weiske sogar mehr als der Kreisverbandsvorstand: Bei uns entscheidet über solche Fragen nämlich einzig und allein die Mitgliederversammlung, und die hat sich noch nicht mit dem Thema befasst. Da bei uns Hagener Grünen Basisdemokratie ernst genommen wird, ist es auch nicht üblich, derartige Entscheidungen im Vorstand vorweg zu nehmen und nur vom Parteivolk abnicken zu lassen.

Es wäre schön, wenn Herr Weiske den Vorstand in Zukunft fragt, bevor er seine Vermutungen als Position der Grünen veröffentlicht. Zumal es seit der gemeinsamen Tagung von Parteivorstand und Fraktion am vorigen Wochenende einen neuen Sachstand gibt, der auch der Westfalenpost per Pressemitteilung bekannt gemacht wurde: Die Klausur empfiehlt nämlich der Partei, nur noch einen eigenen oder einen unabhängigen Kandidaten in Betracht zu ziehen, was eine Unterstützung für die Kandidaten anderer Parteien oder Wählergruppen ausschließen würde. Auch über diese Empfehlung hat aber noch keine Mitgliederversammlung beschlossen. Ob wir also einen eigenen Kandidaten aufstellen, eine unabhängige Kandidatur unterstützen oder alle Kandidaten, die sich um Unterstützung der GRÜNEN bewerben, zur Vorstellung einladen, darüber wird die Parteibasis des Hagener Kreisverbands zu gegebener Zeit entscheiden.

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