Kultur und Sport: Zeit für ein lebendiges Hagen
Zeit für Weiterbildung und Kultur – volles Programm!
Erst ein breit gefächertes kulturelles Angebot macht eine Stadt interessant und lebenswert. Das kulturelle Erscheinungsbild unserer Stadt bestimmt nicht nur die Lebensqualität der hier lebenden Menschen, seine Attraktivität wirbt auch für Hagen. Ein ansprechendes Kultur- und Weiterbildungsangebot ist auch ein integraler Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge und Lebenselixier für ein Gemeinwesen.
Wir haben in Hagen eine Fülle von bemerkenswerten Kulturschätzen:
Die Museumsinsel mit Karl-Ernst-Osthaus- und Schumacher-Museum, die Stätten des Hagener Impulses, hier besonders der Hohenhof, das Historische Centrum und das Museum für Ur- und Frühgeschichte am Wasserschloss Werdringen, Musikschule, Schloss Hohenlimburg, das Freilichtmuseum, Theater und Philharmonisches Orchester, die freien Kulturzentren und viele Kunstgalerien. Diese gilt es besser zu bewerben und zu vermarkten und im Stadtmarketingkonzept hervorzuheben.
Die Volkshochschule und die Stadtbücherei fungieren als wichtige Orte außerschulischen Lernens und der (Weiter-)Bildung.
Die freien Kulturzentren (AllerWeltHaus, Hasper Hammer, Pelmkeschule, Werkhof) sind nicht allein Ort vielfältiger kultureller Veranstaltungen, in ihnen wird darüber hinaus wertvolle Bildungs - und Kulturarbeit geleistet. Sie sind mit ihrem jeweils individuellen Profil ein fester Bestandteil der Hagener Kulturlandschaft und werden getragen durch Eigeninitiative und bürgerschaftliches Engagement.
Aber nur mit einer festen Grundsicherung ist ihr Bestand gesichert. Daher muss trotz der prekären finanziellen Situation der Stadt das breite kulturelle Angebot erhalten bleiben – und zwar als Mix der freien Kultur und der Institutionen der sog. „Hochkultur“. Alle Möglichkeiten, ihre hohe Qualität zu garantieren, müssen ausgeschöpft werden. Soweit wie möglich soll die marktwirtschaftliche Effizienz gesteigert werden und private Initiativen eingebracht werden – eine kommunale Finanzierung bildet jedoch die Grundlage, denn Kunst und Kultur dürfen nicht nur als abrufbare Dienstleistung betrachtet werden.
Dafür setzen die Hagener GRÜNEN sich ein:
- Der städtische Zuschuss für die freien Kulturzentren darf nicht weiter gekürzt werden. Ein langfristiges kommunales Engagement soll Planungssicherheit schaffen. Die allgemeinen Teuerungsraten müssen wieder Bestandteil des kommunalen Finanzzuschusses werden.
- Die Stadtbücherei mit ihren Filialen in den Stadteilen Haspe und Hohenlimburg muss in der jetzigen Qualität erhalten bleiben. Ebenso die Volkshochschule als DAS kommunale Weiterbildungszentrum. Sie sind Zentren der Bildung, Information und Begegnung mit einer nicht zu unterschätzenden sozialen Komponente. Wer sich den Kauf von Büchern nicht leisten kann, muss trotzdem lesen können!
- Bestandssicherung des Stadttheaters, des Balletts und Philharmonischen Orchesters auf hohem Niveau: Theater und Orchester sind eng miteinander verbunden und haben seit fast 100 Jahren eine große Bedeutung für Hagen und die Region. Das Theater muss mit einer tragfähigen finanziellen Ausstattung in seiner bisherigen Ausrichtung als mehrspartiges Haus erhalten bleiben, um seinen Bildungsauftrag weiterhin zu erfüllen.
- Unterstützung und Erhaltung der Arbeitsfähigkeit des Kulturbüros, das nicht allein Veranstalter von Festivals ist, sondern Bindeglied, Organisator und Koordinator der freien Kulturarbeit und der Kulturzentren. Veranstaltungen wie Muschelsalat, TanzTräume oder TonArt müssen erhalten bleiben.
- Die einzigartige paläontologische Fundlandschaft in Hagen muss weiter wissenschaftlich ausgewertet und entsprechend ihrer Bedeutung beworben werden.
- Es gibt vielfältige interkulturelle Aktivitäten in Hagen. Sie müssen noch mehr als bisher selbstverständlicher Bestandteil aller kulturellen Einrichtungen sein. Interkulturelle Kulturarbeit ist kein Luxus, sondern muss als wesentlicher Faktor für die Integration von Zugewanderten und Alteingesessenen geachtet und gefördert werden.
Zeit für Bewegung – Zeit für Sport in Hagen
GRÜNE Sportpolitik setzt sich für gleichberechtigte Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt an sportlichen, gesundheitsfördernden und Gemeinsinn schaffenden Betätigungen im Breiten-, Leistungs- und Freizeitsport ein. Dabei sind sowohl Vereins- als auch der vereinsungebundene Sport zu fördern und deren Rahmenbedingungen durch die Stadt zu sichern.
Stichwort Vereinssport
Die Hagener Sportvereine sind das Rückgrat unserer attraktiven Sportlandschaft. Sie bringen Tausende von Hagenerinnen und Hagenern in Bewegung und setzen ehrenamtliches Engagement frei, ohne das unsere Stadt nicht so lebendig wäre. Dieses Ehrenamt wollen wir stärken. Die Sportvereine spielen darüber hinaus eine wichtige soziale und kulturelle Rolle. Gerade in Zeiten eines beschleunigten sozialen Wandels übernimmt der Vereinssport eine zentrale gesellschaftliche Integrationsfunktion. Deshalb stehen wir zu Hagens Sportvereinen. Wir wollen dabei vor allem die Kinder- und Jugendförderung intensivieren. Gleichzeitig wollen wir Randsportarten und kleineren Vereinen so weit als möglich bei der Durchsetzung ihrer Anliegen zur Seite stehen.
Der Zugang zum Sport ist insbesondere für Menschen mit Migrationshintergrund und hier vor allem für Kinder und Jugendliche keine Selbstverständlichkeit. Wir wollen deshalb gezielt die Teilnahme an Programmen wie „Integration durch Sport“ fördern. Die Sportvereine der Hagener Migrantinnen und Migranten wollen wir zudem dabei unterstützen, geregelte Nutzung von Sport- und Trainingsplätzen und -räumen und leichteren Zugang in die regionalen Ligen zu erlangen.
Stichwort Breitensport auch ohne Verein
Aktiver Sport ist gleichwohl nicht an Vereine gebunden. Deshalb wollen wir die Möglichkeiten der vielen nichtorganisierten FreizeitsportlerInnen verbessern. Angebote für den Breitensport müssen ein unverzichtbarer Bestandteil der Sportstättenentwicklung und der generellen Stadtentwicklung werden.
Wir treten dafür ein, mehr gewidmete Freiflächen für Sport, Spiel und Freizeit zur Verfügung zu stellen. Kinder und Jugendliche haben in ihrem direkten Wohnumfeld immer weniger Platz, wo sie in ihrer Freizeit ungestört Sport treiben können. Wir setzen uns dafür ein, dass der Bestand an Sport- und Bolzplätzen für den unorganisierten Freizeitsport erhalten und nach Möglichkeit ausgeweitet wird.
Für Trendsportarten wie Mountainbiking oder Nordic Walking müssen unentgeltliche Möglichkeiten bestehen. Hagens wunderschöne Waldlandschaft bietet Gelegenheiten für solche Entwicklungen. Aber auch über Angebote wie ein Streetball- Multifunktionsfeld z.B. im Sportpark Ischeland sollte nachgedacht werden.
Sport braucht Räume. Für intakte und attraktive Sportanlagen machen wir uns stark. Eine wesentliche Aufgabe der kommunalen Sportpolitik ist es, den dringenden Sanierungsbedarf von Sporthallen und Sportplätzen zu meistern. Oberste Priorität hat für uns die Versorgung mit hochwertigen Sportanlagen für den Schul- und Vereinssport.
Die sportliche Infrastruktur in Hagen muss allerdings angepasst werden, - einer schrumpfenden Bevölkerung und gewandelten Freizeitbedürfnissen. Manche überalterte Sportanlage ist nur noch teuer zu sanieren und kann im Einzelfall wegfallen. Verbleibende Anlagen für Breiten- und Spitzensport sollten dann allerdings modernisiert und ausreichend Hallen- und Platzzeiten für Schul-, insbesondere für Schulschwimmsport und die Vereine vorgehalten werden. Die Sparbeiträge des Sports in Hagen zur Haushaltskonsolidierung sind so zu dimensionieren, dass keinerlei Strukturen zerschlagen werden.
Kreative Lösungen müssen jedoch geprüft werden: So sind viele Schulsporthallen in den Ferien nur eingeschränkt nutzbar, während für Jugendliche und Kinder in diesen Zeiten nur begrenzte Sportmöglichkeiten bestehen. Gleichzeitig sind immer mehr Familien aufgrund ihrer finanziellen Situation gezwungen, in den Ferien zuhause zu bleiben. Deswegen sollten die Öffnungszeiten der Sportanlagen in den Schulferien wesentlich erweitert werden.
Generell meinen wir: Sportflächen, die für ihre ursprüngliche Nutzung nicht mehr geeignet sind, sollten trotzdem planerisch zuerst auf eine Weiternutzung im Sportund Freizeitbereich geprüft werden. Genau wie Hagens Freiflächen sind auch seine Sportanlagen keine Bauflächenreserve.
Stichwort Spitzensport
Auch Hagens Spitzensport ist ein wichtiger Standortfaktor für unsere Stadt. Allerdings: im Gegensatz zum Breitensport muss ein zukunftsfähiger Spitzensport finanziell auf eigenen Füßen stehen. Angesichts von Hagens Verschuldung kann GRÜNE Sportpolitik nur soweit für eine kommunale Förderung des Spitzensportes eintreten, wie zunächst Breiten-, Freizeit- und Schulsport angemessen ausgestattet werden können.
Stichwort Sport und Gesundheit
Sport und Bewegung sind wichtig für die Gesundheit. Übergewicht und Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und orthopädische Probleme wie Rückenleiden lassen sich durch sportliche Betätigung verringern oder entstehen gar nicht erst. Daher sind Sportmöglichkeiten aktive Prävention. Das nutzt auch dem Gesundheitssystem. Die GRÜNEN unterstützen daher alle Initiativen, die Menschen jeden Alters an den Sport heranführen, – von den Jugendsporttagen bis zum Programm „Fit für 100“.
Die Hagener GRÜNEN wollen:
- dass jedes Schulkind schwimmen lernt. Ausreichender Schwimmsportunterricht in den Schulen und notwendige Hallenkapazität muss vorgehalten werden. Auch die Fahrtkosten zum Schwimmunterricht dürfen kein Problem sein.
- keine weiteren Bäderschließungen.
- Modernisierung der Sportanlagen durch Kunstrasen und energetische Sanierung von Gebäuden und Sporthallen.
- Unterstützung von Vereinen mit vereinseigenen Anlage aus der Sportpauschale.
- Förderung von Trendsporteinrichtungen wie z.B. die Einrichtung einer MTB-Strecke in Eilpe.
- Umbau und Sanierung der Ischelandhalle für den Schul-, Vereins- und Basketballspitzensport.








